Zwischendurch mal wieder ein Rückblick auf zwei meiner ersten Bilder im Jahr 2009. In umgekehrter Reihenfolge der Entstehung. Nichts, was ich heute noch so malen würde, aber sie haben eine Vorgeschichte.
“Man soll sich nicht mit fremden Federn schmücken!” Hat man mir gesagt, wenn ich das Thema erwähnt habe. Will ich nicht, aber das Thema ist mit ein Grund, warum ich im Februar 2009 angefangen habe, mich nach vielen Jahren wieder mit Malerei zu beschäftigen. Mein Vater hat früher, bevor er sich für einen “anständigen” Beruf entschieden hat, auch viel gemalt, vor allem in Kriegsgefangenschaft. Seinen Stil müßte man wohl den Brückemalern zuordnen, leider ist kein Ölbild mehr aus dieser Zeit erhalten. Nur noch einige, z.B. vom Bostoner Hafen, in meiner Erinnerung. Er war und ist ein Feininger-Fan und ich bin mit Feininger-Drucken an den Wänden meines Zuhauses aufgewachsen. So fiel mir, als ich nach Teltow zog, relativ schnell auf, dass Teltow ein mehrfach gezeichnetes und gemaltes Motiv von Lyonel Feiniger war. So weit ich weiß, genau genommen nur eins, dass er in mehreren Varianten darstellte, vermutlich ein Teil als Vorstudien.
Das reizte mich, eines Tages mit der Kamera und -ja- auch mit dem Gedanken im Hinterkopf, es eventuell selbst mal zu malen, loszuziehen und den Standort zu suchen, von dem aus er es vor ca. 99 Jahren gezeichnet hat. Im Sommer stellte ich fest, dass es heute unmöglich ist, ein Bild der Teltower Altstadt aus dieser Perspektive zu fotografieren oder zu malen. Ein grüner Dschungel versperrt jede Sicht. So kletterte ich im Winter erneut auf der Baustelle des noch in Bau befindlichen Zeppelinufers herum, bis ich annähernd den Standort gefunden hatte. Nach den dort entstandenen Fotos sind die beiden obigen Bilder entstanden.





